Warum ich mein Facebook-Profilbild TROTZDEM eingefärbt habe News und Trends

Die Ereignisse in Paris sind an niemanden spurlos vorübergegangen. Wie viele andere Facebook-Nutzer auch –  habe ich mein Facebook-Profilbild in die französischen Nationalfarben gehüllt.

Nicht weil ich Paris lieber mag als andere Städte, das tu ich nämlich nicht. Nicht, weil ich andere Ereignisse für weniger tragisch erachte. Und schon gar nicht, weil ich die Menschen dort für „wichtiger“ befinden würde, als andere, die täglich in Kriegsgebieten, bei Terroranschlägen, Hungersnöten, Amokläufen oder durch andere tragische Umstände ums Leben kommen.

So sehen es aber manche Kritiker, wenn es um diese solidarischen Anpassungen von Facebookprofil-Bildern geht.

 

Und täglich grüßt das Murmeltier…

Von falsch verstandenem Gutmenschentum ist hier die Rede und überhaupt müsse man ja so etwas dann auch bei sämtlichen anderen Ereignissen tun.  Schließlich passieren tagtäglich viele unfassbare Dinge in der Welt und diese würden nicht dieselbe Aufmerksamkeit erlangen wie so ein Anschlag. Argumente, die immer wieder auftauchen, wenn etwas passiert, das diverse Solidaritätsaktionen nach sich zieht.

 

Jetzt einmal ehrlich: Klingt diese Diskussion nicht absolut absurd?

Kann es tatsächlich Menschen geben, die ernsthaft denken, dass andere die Wertigkeit tragischer Ereignisse durch die Farbe ihres Facebook-Profilbildes bewerten? Oder gar andere Ereignisse damit herunterstufen? Was bedeutet es dann eigentlich, wenn das Profilbild erneut geändert wird? Würde man dann von diesem Tag an sämtliche Weltgeschehnisse wieder auf eine Ebene stellen? Und welche Stufe wäre das dann: die Obere, die Untere, irgendeine mittendrin?

HALLO, das ist hier kein Wettbewerb!

Von falsch verstandenem Gutmenschentum sind wir hier weit entfernt. Niemand denkt, wenn er sein Facebook-Bild ändert,  dass die Welt dadurch gerettet wird, es morgen keinen Krieg mehr gibt oder Ereignisse im Nachhinein ungeschehen gemacht werden können.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Solidarität und Mitgefühl auszudrücken: Schweigeminuten, Lichtermeere oder eben auch die Änderung eines Facebook-Profilbildes. Wenn man dadurch ins Eck der Gutmenschen gestellt wird, sage ich: Herzlichen Dank, diesen Platz nehme ich gerne an. Auch wenn es nicht unbedingt positiv gemeint ist, was soll schon schlecht daran sein, wenn andere einen als guten Menschen „beschimpfen“…

 

Also, wovon reden wir hier eigentlich?

Im Falle der Profilbild-Änderungen in Bezug auf ein bestimmtes Ereignis geht es darum, Solidarität, Mitgefühl und Empathie in den sozialen Netzwerken zu zeigen. Es geht nicht darum, Wertungen oder gar ein Ranking zu erstellen. Welch makaberer Gedanke, der einem da unterstellt wird.

Niemand MUSS mitmachen, aber jeder KANN. Also nehmen wir es doch einfach so an, wie es gemeint ist und schließen zumindest diesbezüglich Frieden. Umgekehrt bedeutet es ja auch nicht, dass jenen Leuten, die alles lassen wie es ist, die Ereignisse am Allerwertesten vorbeigehen.

Mein Fazit: Immer wieder kehrenden „Wertungsdiskussionen“ wegen der Anpassung von Facebook-Bildern, empfinde ich angesichts der Hintergründe als äußerst unpassend. Dafür sind die Dinge, die in der Welt passieren zu ernst. Zumindest darin sind sich wohl alle einig.

About Author

Astrid Eishofer

Als diplomierte Social Media Managerin aus Wien berate ich Sie gerne bei Ihren ersten Schritten am Social Media Parkett, unter anderem im Rahmen meiner individuellen Social Media Trainings für KMU, Gründer und Social Media Einsteiger. Sie wollen mehr erfahren? Kontaktieren Sie mich - Ich freue mich auf Sie! Das Kontaktformular finden Sie rechts oben im pinken Balken.

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