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Social Media: Hinter jeder Aussage steckt ein realer Mensch News und Trends, Social Media Strategie

Ob Attentat, Amoklauf, Terroranschlag – bei Ereignissen, die Menschen emotional berühren, verselbstständigt sich die Kommunikation in den sozialen Netzwerken innerhalb kürzester Zeit. Plötzlich tauchen irgendwo irgendwelche Aussagen, Bilder oder Videos auf, die sich rasend schnell im Netz verbreiten. Viele Menschen fühlen sich zu digitalen Hilfssheriffs berufen und verpflichtet sämtliche Informationen sofort weiterzueilen. Ungefiltert, ungeprüft und ohne zu wissen, wo diese herkommen. Vieles davon ist gut gemeint, hat aber den gegenteiligen Effekt. Und es gibt auch jene User, welche soziale Medien dazu nutzen, um ihre Hasspropaganda zu verbreiten.

 

Ein großes Gefahrenpotential

Was da alles im Netz kursiert, hat oft nichts mit der Realität zu tun. Viele Beiträge von privaten Nutzern sind emotional motiviert. Kaum einer prüft, ob die Dinge, die geteilt werden, auch wirklich echt sind. Kaum einer macht sich Gedanken darüber, welche Folgen das unüberlegte Teilen von Beiträgen in sozialen Medien haben kann. Unwahrheiten und Halbwissen verbreiten sich.

Vieles was gepostet und veröffentlicht wird, trägt zusätzlich dazu bei, die Stimmung immer weiter aufzuheizen. Viele User wollen wollen einfach nur ihrem Frust Luft machen, suchen Schuldige und damit sind nicht die Täter gemeint. Negative Emotionen gegen einzelne Menschen, Gruppen und ganze Nationalitäten werden geschürt. Hassbotschaften überschwemmen das Netz. All das erschwert nicht nur den Einsatzkräften die Arbeit, sondern versetzt auch das Netz in den Ausnahmezustand.

 

Eigenverantwortung übernehmen

Jeder einzelne Internetnutzer hat die Entscheidung, wie er sich im Netz verhält. Bei der Schießerei am 22. Juli 2016 in München forderte die Münchner Polizei immer wieder dazu auf, kein Bildmaterial und keine Videos öffentlich im Internet zu posten, auch um Tätern (man wusste noch nicht, ob es einer oder mehrere waren) keine Hinweise zu geben.

Trotzdem wurde es gemacht. Und es wurde auch geschimpft, gehetzt und gehasst…All das gehört zur Kehrseite der offenen Kommunikation, wie sie im Internet stattfindet.

 

Es geht aber auch anders

Menschen bekunden ihre Solidarität in den sozialen Netzwerken, zeigen ehrliches Mitgefühl und bieten Hilfe an. Die Münchner Polizei zeigte via Twitter & Co wie professionelles Kommunikationsmanagement während der laufenden Ermittlungen und auch danach aussehen kann: mehrsprachig, zeitnah und informativ statt spekulativ. Zusätzlich wurde eine Upload-Plattform bereit gestellt, wo die User und Augenzeugen Videos hochladen konnten, um diese für Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. Facebook-Nutzer konnten über die „Safety Check“-Funktion bekanntgeben, dass sie in Sicherheit sind.

 

Eigenverantwortung übernehmen, wie geht das?

Immer wieder stelle ich fest, dass Menschen es einfach nicht besser wissen. Sie posten und teilen, weil es andere auch tun. Einfach nur deshalb, weil es möglich ist und weil dieses Material gerade im Netz zur Verfügung steht. Hier ist Eigenverantwortung gefragt. Wo kommen die Informationen her, die man gerade im Begriff ist, weiterzuleiten und was bewirkt es, wenn dieser Beitrag gepostet wird? Halten Sie sich an seriöse Quellen, bei denen Sie davon ausgehen können, dass die Informationen vor der Veröffentlichung geprüft werden. Im Falle von München waren es etwa die Kommunikationskanäle der Münchner Polizei.

 

Social Media: Hinter jedem Profil steckt ein realer Mensch

Soziale Medien spiegeln die Gedanken jener Menschen wieder, die sie nutzen. Hinter sämtlichen Aussagen stecken reale Menschen. Schnell wird das Internet verflucht, als Teufelszeug beschimpft…Dabei sind nicht die sozialen Netzwerke böse. Sie sind lediglich das Werkzeug jener Menschen, die ihre Botschaften darüber verbreiten. Jeder User entscheidet selbst, wie  und was er kommuniziert.

Wie entscheiden Sie sich?

 

Auch dieser Artikel beschäftt sich mit dem Thema Eigenverantwortung im Netz

 

About Author

Astrid Eishofer

Als diplomierte Social Media Managerin aus Wien berate ich Sie gerne bei Ihren ersten Schritten am Social Media Parkett, unter anderem im Rahmen meiner individuellen Social Media Trainings für KMU, Gründer und Social Media Einsteiger. Sie wollen mehr erfahren? Kontaktieren Sie mich - Ich freue mich auf Sie! Das Kontaktformular finden Sie rechts oben im pinken Balken.

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