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Facebook: Was ist Interaktion und was bringt sie? Facebook, Social Media Strategie

Like du bei mir und ich like bei dir!…Na, kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?

Immer wieder beschweren sich Seitenbetreiber darüber, dass manche Ihrer Facebook-Fans zu wenig liken, kommentieren und teilen würden. Nicht selten wird als Konsequenz sogar die gleiche Ignoranz angedroht, die einem selbst entgegen weht, wenn sich an dem unliebsamen Verhalten nichts ändern würde.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, dazu gibt es wirklich viel zu sagen!
Allen voran drängt sich eine Frage auf: Was wird damit bezweckt?

Kurz vorweg:

  • Interaktion auf Facebook ist weit mehr als liken, kommentieren oder teilen.
  • Es kann durchaus gute Gründe geben, warum bestimmte Beiträge einfach keine Reaktionen bewirken. Böse Absicht steckt in den wenigsten Fällen dahinter.
  • Spielen Sie nicht die beleidigte Leberwurst, sondern gehen Sie die Sache lösungsorientiert an.
  • Lernen Sie Facebook verstehen und konzentrieren Sie sich auf Ihre eigenen Ziele.

 

Wie geht das? 

  1. Denken Sie nicht nur in Likes, Kommentaren und Shares – Interaktion ist weit mehr!
    Wenn Sie Facebook noch nicht lange nutzen, fangen Sie erst gar nicht an, diesen Dingen die höchste oder gar die einzige Priorität beizumessen. Interaktion auf Facebook ist nicht nur das, was jedem gleich offensichtlich ins Auge springt, nur weil eine Zahl daneben steht. Im Grunde zählen sämtliche Handlungen dazu, die auf einer Facebook-Seite durchgeführt werden können, auch wenn nicht alles direkt in die Auslage gestellt wird wie die Gefällt mir-Angaben. Ein Blick in die Seitenstatistik verrät Administratoren mehr dazu (Seitenaufrufe, Klicks auf Bilder und Videos, Klicks auf eine Webseite, etc.)

 

2. Überdenken Sie Ihre Ziele!
Wissen Sie (noch), was Sie mit Ihrem Facebook-Auftritt und Ihren Beiträgen auf der Plattform bezwecken? Geht es Ihnen darum möglichst viele Reaktionen zu jedem Beitrag zu bekommen oder möchten Sie doch lieber mehr User auf Ihre eigene Webseite bringen? Vielleicht möchten Sie auch wissen, was Ihre Fans über Produkte oder Dienstleistungen denken? Das könnte sich in weiterer Folge wiederum positiv auf die Verkaufszahlen auswirken. Oder möchten Sie als Experte in Ihrem Dienstleistungsbereich wahrgenommen werden? Welches Ziel auch immer Sie verfolgen: Likes, die nur gemacht werden, weil Ihnen jemand einen Gefallen tun will, wird Sie diesem Ziel kaum näherbringen.

 

3. Was ist der Unterschied zwischen „wenn DU likst, like ich auch“ und einem Call 2 Action?
Verwechseln Sie verbale Versuche zur Zwangsverpflichtung nicht mit einem Call 2 Action. Bei einem Call 2 Action, geben Sie eine Aufforderung zur freiwilligen Folgehandlung und weisen die User darauf hin, was sie als Nächstes tun können/ sollen. Das Wichtigste dabei ist: Sie stellen den User-Nutzen in den Vordergrund! Zum Beispiel: „Mehr Infos finden Sie hier“ oder „hier geht´s zum kostenlosen Download“, etc.. Dann wird die freiwillige Handlungsoption entweder genutzt oder nicht. Im Falle, dass jemand nicht darauf reagiert, wird auch nicht gesagt: „Wenn du hier nicht klickst, werde ich künftig deine Seite auch nicht mehr besuchen.“

 

4. Ihre Facebook-Fans und Follower sind mündig!
Ihre User sind selbst mündig genug, um zu entscheiden, was ihnen gefällt und was nicht. Dementsprechend dürfen sie dann auch auf Facebook handeln wie sie möchten. Wenn Seitenbetreiber erst drohen müssen, dass sie anderen Seiten den Rücken kehren, wenn nicht nach ihrem Wunsch interagiert wird, sind sie definitiv am Holzweg. Auch hier wieder der Tipp: Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ziele. Überlegen Sie, warum nicht gelikt wird und optimieren Sie Ihren Content, wenn Sie es für sinnvoll halten.

  • Natürlich steht Ihnen auch selbst frei, auf Beiträge anderer nicht zu reagieren. Sie sollten aber nicht nach Befindlichkeiten entscheiden, sondern danach, ob Sie dieser Inhalt interessiert, ob er Ihnen wirklich gefällt oder ob einen Nutzen bringt.
  • Schimpfen Sie nicht einfach wild im virtuellen Raum herum, weil andere Ihre Beiträge (scheinbar) nicht beachten. Nicht jeder sieht alles im Newsfeed. Sie selbst sind für Ihren Auftritt und Ihre Strategie verantwortlich und je weniger sich auf Ihrer Facebook-Seite tut, desto mehr sollten Sie über die User-Relevanz Ihrer Inhalte nachdenken.
  • Der Facebook-Algorithmus berücksichtigt weit mehr Faktoren, als das Liken, Kommentieren und Teilen von Beiträgen. Wie bereits erwähnt: Ein Blick in die Seitenstatistik gibt Aufschluss darüber, was auf Ihrer Facebook-Seite sonst noch passiert. Hinzu kommen die individuellen Newsfeed-Einstellungen jedes einzelnen Users.

 

Warum werden Beiträge nicht gelikt, kommentiert oder geteilt?

Es kann zahlreiche Gründe dafür geben, wie gut ein Beitrag performt: der Inhalt des Beitrags, das Thema, die Art des Beitrages, das Bild, Veröffentlichungszeitpunkt etc. Hier ein paar Gründe im Detail:

  • Nehmen Sie zur Kenntnis, dass nicht alle User an jedem Ihrer Beiträge interessiert sind!
    Es wäre völlig unrealistisch, zu denken, dass Sie nur Inhalte bieten, die für die ganze Facebook-Community spannend sind. Schließlich sind Sie umgekehrt auch nicht an allem interessiert, was jeder einzelne User mit dem Sie verknüpft sind, postet.
  • Bieten Sie Inhalte von denen Sie denken, dass Sie für Ihre Community interessant sind und die auch auf Ihre Unternehmensziele einzahlen.
  • Klasse statt Masse! Es kommt auf die Qualität der Inhalte an, nicht auf die Anzahl.
  • Viele Einsteiger wissen auch nicht, wie Sie mit dem Liken, Kommentieren und Teilen umgehen sollen. Auch hier gilt: Entscheiden Sie danach, ob ein Beitrag für Sie interessant ist, ob er ihnen wirklich gefällt oder ob er einen Nutzen bringt und handeln Sie danach.

 

 

Facebook Interaktion Hilfe Logo

 

Verfluchen Sie Ihre Fans nicht, lernen Sie von Ihnen und akzeptieren Sie auch Kritik 

  • Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Inhalte allgemein nicht beachtet werden, überdenken Sie, wie Sie den Content optimieren können und trotzdem damit Ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren. Nur mehr Katzenbilder zu posten, weil die User darauf reagieren, wird Ihnen wenig bringen.
  • Akzeptieren Sie aber auch, dass nicht jedem User alles gefällt, was Sie tun. So ist es ja auch in der analogen Welt. Das ist nichts persönliches, es ist u.a. eine Frage von Relevanz.
  • Werbeanzeigen sind nichts Böses. Vergessen Sie folgende Frage: „Wieso soll ich plötzlich für etwas zahlen, dass vorher gratis war?“ Ganz einfach: Weil es Ihnen Ihr Business wert ist, weil Sie bestimmte Zielgruppen ziemlich exakt ansprechen können und weil Sie bereits mit einem geringen Budget einiges erreichen können. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, in Frage zu stellen, dass Print-Werbung etwas kostet.

 

 

About Author

Astrid Eishofer

Als diplomierte Social Media Managerin aus Wien berate ich Sie gerne bei Ihren ersten Schritten am Social Media Parkett, unter anderem im Rahmen meiner individuellen Social Media Trainings für KMU, Gründer und Social Media Einsteiger. Sie wollen mehr erfahren? Kontaktieren Sie mich - Ich freue mich auf Sie! Das Kontaktformular finden Sie rechts oben im pinken Balken.

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