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Facebook: Emotionen, Relevanz & organische Reichweite Facebook, News und Trends

 

Mittlerweile sind ein paar Tage vergangen, seit Facebook die organische Reichweite bei Unternehmensseiten heruntergeschraubt hat und es wurde bereits viel zu diesem Thema geschrieben. In diesem Artikel möchte ich Ihnen von meinen ersten Erfahrungswerten (in Bezug auf kleinere,- und mittelständische Unternehmen) seit der letzten Algorithmus-Umstellung berichten.

Einige Seitenbetreiber nahmen die Sache zum Anlass dem Netzwerk gleich den Rücken zu kehren, andere wiederum überlegen sich, wie sie ihre Strategie den neuen Umständen anpassen können.

Stellt sich die Frage:

 

Zahlt sich der Aufwand eine eigene Seite zu betreiben denn überhaupt noch aus?

In dieser Formulierung steckt bereits eines der Reizwörter in dieser Diskussion: zahlen!

Ja sollen denn jetzt alle plötzlich für etwas zahlen, dass es vorher umsonst gab? Die Antwort darauf lautet zum derzeitigen Standpunkt JEIN.

Denn Fakt ist, dass man mit sogenannten relevanten Inhalten tatsächlich immer noch viel erreichen kann. Wobei das Wort „relevant“ für jeden Seitenbetreiber etwas anderes bedeutet.

 

Emotionen als Joker

Relevant ist, was die eigene Community interessiert und vor allem auch bewegt. Das bedeutet, man muss jetzt genau „zuhören“ welche Inhalte von den Fans für gut befunden werden. Um das herauszufinden, ist der regelmäßige Blick in Ihre Facebook-Statistik unerlässlich. Dort sehen Sie, welche Beiträge gut funktionieren und um welche Uhrzeiten die Community am Aktivsten ist. Denn auch der richtige Zeitpunkt ist wichtig.

Ein geheimer Joker um möglichst hohe organische Reichweiten zu erzielen, ist Emotion!

Darum funktioniert etwa auch Cat-Content so wunderbar. Kleine süße Katzenkinder berühren nun einmal unser Herz – ob wir wollen oder nicht. Wenn die Vierbeiner allerdings nichts mit dem eigentlichen Geschäftsfeld zu tun haben, bringt es Ihnen als Unternehmer auf Dauer wenig, wenn Ihre Fans nur Ihre Katzenbilder mögen.

 

Finden Sie emotionale Themen, die mit Ihnen zu tun haben!

Schließlich gibt es durchaus noch andere Möglichkeiten um Emotionen zu wecken. Zufriedene Kunden etwa, oder Mitarbeiter, die zum Erfolg der Firma beitragen, weil sie gerade ein Projekt erfolgreich abgeschlossen haben oder auch ein fleißiger Lehrling, der gerade einen Wettbewerb gewonnen hat, wie dieses Post-Beispiel der Malerei Gruber in Wien zeigt.

Die Statistik des Beitrages kann sich im Verhältnis zu den derzeit 312 Fans wahrlich sehen lassen.

 

Organische Reichweite am Beispiel eines Facebook-Posts der Malerei Gruber

Organische Reichweite am Beispiel eines Facebook-Posts der Malerei Gruber

 

 

Warum funktioniert dieser Post so gut?

  • Nicht nur Katzen, sondern auch Menschen bewegen Menschen. Der Beitrag spricht die Emotionen der Fans an. In diesem Fall geht es um Freude! Und die Community freut sich gemeinsam mit dem Lehrling über seinen Erfolg.
  • Das Thema „Mitarbeiter“ ist für die Fans ebenfalls relevant, denn die Suche nach guten Fachkräften und Auszubildenden gestaltet sich nicht immer einfach. Ein Thema, dass gerade auch in der Handwerker-Community auf Facebook immer wieder besprochen wird. Umso schöner ist es, hier positive Beispiele hervorzuheben.

 

Was ist für Ihre Fans relevant?

Finden Sie heraus, was Ihre Fans im Zusammenhang mit Ihrem Geschäftszweig interessiert. Viele machen sich lustig, über Wetter-Postings. Wenn man allerdings bedenkt, dass Dachdecker, Maler und viele andere Handwerker bei ihrer Tätigkeit oft davon abhängig sind, erhält das Thema innerhalb dieser Community eine ganz andere Bedeutung als für jene Menschen, die ihre Arbeit in einem geschlossenen Büro erledigen.

Die Fans eines Gemüseverkäufers sind mit Sicherheit daran interessiert, wo die Ware herkommt und wie „BIO“ die Salatgurke und der Paprika wirklich sind.

Aber auch mit Anekdoten aus dem Arbeitsalltag können die Fans gut unterhalten werden. Ein guter Weg um die Fans hinter die Kulissen Ihrer Firma blicken zu lassen.

 

Mein Fazit zur Relevanz: Eine starke Community und relevante Inhalten sind gute Motoren für die organische Reichweite!

Wer in Zeiten der gedrosselten organischen Reichweite auf Facebook weiterhin erfolgreich sein will, muss seine Community kennen und sich mit ihr beschäftigen. Facebook und alle anderen Social Media Plattformen sind keine Einbahnstraßen und das wird sich nicht verändern.

Kommunikation bedeutet miteinander reden, nicht nur auf der eigenen Plattform, sondern auch auf den Seiten der Fans.

Meiner Erfahrung nach haben es Unternehmen, die bereits vor der letzten Algorithmus-Änderung eine aktive Community aufbauen konnten, leichter ihre organische Reichweite zu halten.

 

Bezahlen JA oder NEIN?

Wer mit dem Community-Aufbau derzeit ganz neu beginnt, wird auch die Geldbörse öffnen müssen, denn der neue Algorithmus berücksichtigt auch, die Interaktion zwischen Fans und Seiten, die vor der Umstellung stattgefunden hat. Es ist einer von unendlich vielen Faktoren, nach denen entschieden wird, was wer in seinem Newsfeed sieht.

Zum Schluss noch eine letzte Frage: Ist es wirklich so ungewöhnlich für die Reichweite zu bezahlen? Für Anzeigen in Fachzeitschriften, in jedem Print- Magazin und für jeden Flyer bezahlt man ja auch. Wägen Sie einfach ab, was Sie im Gegenzug dafür bekommen.

 

About Author

Astrid Eishofer

Als diplomierte Social Media Managerin aus Wien berate ich Sie gerne bei Ihren ersten Schritten am Social Media Parkett, unter anderem im Rahmen meiner individuellen Social Media Trainings für KMU, Gründer und Social Media Einsteiger. Sie wollen mehr erfahren? Kontaktieren Sie mich - Ich freue mich auf Sie! Das Kontaktformular finden Sie rechts oben im pinken Balken.

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