Facebook AGB: Datenrichtlinien 2015 Facebook, News und Trends

 

Update 27.01.2015

Facebook „surft“ mit seinen Nutzern künftig im Internet mit und zwar auch außerhalb des eigenen Netzwerkes. Wer sich ab Freitag, den 30.1.2011 einloggt, stimmt automatisch den neuen Nutzungsbestimmungen zu. Die Änderungen der AGB waren eigentlich schon mit Jahresbeginn geplant, das hat sich allerdings verzögert.

 

 

 

Die neuen Facebook AGB – Darum geht´s:

 

Facbeook beobachtet künftig noch genauer als bisher wie das Nutzungsverhalten der User, um die passende Werbung anzuzeigen. Das wurde zwar auch vorher schon gemacht, allerdings nur innerhalb des eigenen Netzwerkes. Mit den neuen AGB soll zusätzlich das Surfverhalten außerhalb des Netzwerkes berücksichtig werden. Das ist spannend für Unternehmen, viele Facebook-Nutzer und Datenschützer sind allerdings weniger begeistert von der Neuerung.

 

Sie wollen das nicht? Was tun? Und kann man überhaupt was tun?

  • Den AGB kann nicht widersprochen werden. Wer sie nicht akzeptieren möchte, hat die Möglichkeit, Facebook nicht mehr zu nutzen
  • Sämtliche Bilder mit Wiederspruchsworten, die immer wieder durch die Facebook-Newsfeeds geistern, helfen nichts. Rechtsanwalt Thomas Schwenke schreibt dazu auf seiner Facebook-Seite folgendes: https://www.facebook.com/raschwenke.
  • Fakt ist: Facebook verknüpft und wertet User-Daten geräteübergreifend aus und wer die Plattform nutzt, stimmt automatisch zu
  • Nutzer müssen selbst aktiv werden und Ihre Einstellungen zur personenbezogenen Werbung in die Hand nehmen
  • Nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie die Infos dazu youronlinechoices.eu, schließlich geht es hier um Ihre Daten. Unter diesem Link können auch Einstellungen bezüglich personenbezogener Werbung vorgenommen werden.
  • Wer der Facebook-APP auf mobilen Endgeräten den GPS-Zugriff verweigert, gibt auch keine standortbezogenen Daten weiter
  • Weitere Änderung: Auch bezahlen via Facebook soll künftig möglich sein

 

Verwirrung bei den Usern

Viele können sich unter dem Begriff „verbesserte Werbeanzeigen“ wenig vorstellen und wissen nicht, was man wirklich „steuern“ kann, denn folgende Benachrichtigung von Facebook an seine User, sorgte Ende 2014 für Verwirrung:

„Durch Nutzung unserer Dienste nach dem 1. Januar 2015 stimmst du unseren aktualisierten Bedingungen sowie unserer aktualisierten Datenrichtlinie und Cookies-Richtlinie zu und erklärst dich außerdem damit einverstanden, dass du verbesserte Werbeanzeigen siehst, die auf den von dir genutzten Apps und Webseiten basieren. Nachfolgend erfährst du mehr über diese Aktualisierungen und darüber, wie du steuern kannst, welche Werbeanzeigen du siehst.“

 

Die entsprechenden Facebook-Informationen sind hier zu finden: https://www.facebook.com/about/terms-updates

 

Facebook 2 Datenrichtlinien

 

Was bedeutet „verbesserte Werbeanzeigen“? (Erklärvideo)

Verbesserte Werbeanzeigen bedeutet, dass Facebook den Usern jene Anzeigen zeigt, die auf Grund der gesammelten Informationen,  eher interessant für ihn sind als andere.

Dazu gibt es folgendes Erklärvideo: youronlinechoices.com/at/videos

 

Was kann man jetzt selbst steuern?

Wer nicht möchte, dass Facebook oder andere Unternehmen zusätzliche Daten sammeln oder nutzen, die auf  seinen Aktivitäten auf Webseiten, Geräten oder Apps außerhalb von Facebook basieren, muss sich davon „abmelden“.  Informationen und entsprechende Einstellungen dazu gibt es auf folgender Seite: European Interactive Digital Advertising Alliance . Genau dieses „abmelden“ sorgt bei vielen für Verwirrung, denn es bedeutet nicht, dass Sie Werbung ganz weg schalten können.

Wenn Sie das möchten, sollten Sie sich mit dem Thema Ad-Blocker auseinandersetzen.

 

Aber was heißt jetzt „abmelden“?

Diese „Abmeldung“ bedeutet, dass bei der Werbung, die in den Neuigkeiten angezeigt wird,

  • nicht das persönliche Surfverhalten außerhalb Facebook berücksichtigt wird,
  • weil Facebook keine Daten dafür nutzen kann, die dadurch diese „maßgeschneiderte“ Werbung auszuliefern.
  • Sie sehen also trotzdem Werbung, nur eben breiter gefächert.

 

  • Ein Beispiel: Angenommen, Sie geben in Ihrem Profil an, dass Sie sich für Autos interessieren.
  • Außerhalb von Facebook surfen Sie ebenfalls Seiten an, die zu diesem Thema passen.
  • Dann werden Sie auf Facebook womöglich vermehrt Anzeigen von Autohäusern oder Leasing-Firmen, Autozubehör, etc. sehen.
  • Kann Facebook Ihr Surfverhalten außerhalb des eigenen Netzwerkes nicht nutzen, weil Sie sich „abgemeldet“ haben,  bekommen Sie genauso viele Anzeigen zu sehen,
  • die haben dann aber vielleicht aber weniger mit dem „Auto“ sondern mehr mit dem Thema Mode zu tun, weil Sie auf Grund Ihres Surfverhaltens innerhalb von Facbeook eher damit in Verbindung gebracht werden.
  • Auch Standorte der User sollen künftig berücksichtig werden. Angenommen Sie sind in Linz und geben via Handy Ihren Standort auf Facebook bekannt, dann könnten Sie vermehrt Informationen zu Autohäusern oder KFZ-Betrieben ums Eck bekommen (das ist nur ein Beispiel).

 

Facebook schreibt dazu unter folgendem Link: http://www.youronlinechoices.com/at/praferenzmanagement

 

Facebook 1 Datenrichtlinien 2015

 

 

Wie sieht es mit der Weitergabe von Informationen an Drittanbieter aus?

Dazu finden Sie Infos in den Top Tipps der Informationsseite: http://www.youronlinechoices.com/at/funf-top-tipps. Punkt eins dieser Top Tipps sieht wie folgt aus:

 

Facebook 3 Datenrichtlinien

 

 

Was wird sonst noch neu sein im Zuge der AGB-Änderungen?

Im spiegel.de/netzwelt-Artikel „Facebook: Neue AGB ab 2015 – die Änderungen im Überblick“ gibt Rechtsanwältin Sabine Petri von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen unter anderen zu folgenden Punkten Auskunft.

Zahlen via Facebook: Künftig sollen Kunden direkt über das Facebook-Konto einkaufen können. Somit werden zusätzlich zu den Nutzungsdaten auch die Einkaufsgewohnheiten und Zahlungsdaten der Kunden zum Thema. Verbraucherschützer sehen das kritisch, weil man durch die Zusammenführung der Daten umfassende Personenprofile erstellen könne.

Standortdaten: Wer die Foursquare bzw. Swarm-Apps am Handy nutzt, kennt das. Sie gehen beispielsweise in ein Restaurant und schon bekommt man eine Information aufs Handy, dass  zum Beispiel der Freund Peppi Meier auch schon hier war und das Schnitzerl nach Omas Art für gut befindet. Ähnliches soll künftig auch auf Facebook möglich sein. Dazu werden die Standortdaten mit denen der Freunde und mit Werbeanzeigen verbunden.

D.h.: Wird ein Standort geteilt, können Informationen über Restaurants in der Nähe oder Neuigkeiten von Freunden in der Umgebung angezeigt werden. Das könnte man etwa verhindern, indem man der Facebook-App am Handy den GPS-Zugriff verweigert.

 

Ausführliche Informationen und wie man die Einstellungen für „verbesserte Werbung“ auf Facebook vornehmen kann, finden Sie unter folgenden Links:

Für Österreich: youronlinechoices.com/at/

Für Deutschland: youronlinechoices.com/de/

Für die Schweiz: youronlinechoices.com/ch-fr/

Sie können auch andere europäische Länder auswählen: youronlinechoices.eu

 

 

About Author

Astrid Eishofer

Als diplomierte Social Media Managerin aus Wien berate ich Sie gerne bei Ihren ersten Schritten am Social Media Parkett, unter anderem im Rahmen meiner individuellen Social Media Trainings für KMU, Gründer und Social Media Einsteiger. Sie wollen mehr erfahren? Kontaktieren Sie mich - Ich freue mich auf Sie! Das Kontaktformular finden Sie rechts oben im pinken Balken.

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